Kreative Therapie mit Kindern, Jugendlichen und Familien

Eine Familie kann wie ein eigener Mikrokosmos sein, der sich selbst anhand von offensichtlichen oder auch unbewussten Werten, Regeln und Dynamiken organisiert. Obwohl viele Kulturen bestimmte Familienkonstellationen als wünschenswert bevorzugen, gibt es viele Möglichkeiten zur Entwicklung und Erhaltung enger Bindungen. Einige Kinder werden von einem Elternteil großgezogen, während andere zwei Mütter oder Väter haben. Manche Menschen entscheiden sich ein Kind zu adoptieren oder in Pflege zu nehmen. Zwei Familien können sich miteinander verbinden oder auch trennen. Besonders in der Arbeit mit jüngeren Kindern kann es daher hilfreich sein, Bezug auf den gesamten Familienkontext zu nehmen. Dementsprechend ist es meist sinnvoll, Eltern durch regelmäßige Gespräche einzubeziehen oder mit der ganzen Familie bzw. in dyadischen Mutter/Vater-Kind Sitzungen (Sitzungen, die auf speziell auf die Eltern-Kind Beziehung fokussiert sind) zu arbeiten.

Falls Ihre Familie aus einem anderen Land nach Berlin gezogen ist oder wenn Ihre Familienmitglieder verschiedene kulturelle Hintergründen haben (z.B. interkulturelle Paarbeziehungen oder Auslandsadoption) kann dies zusätzlichen Stress, Kommunikationsschwierigkeiten oder Verlustgefühle bedeuten. Tatsächlich kann jede Art von Veränderung als herausfordernd empfunden werden und Ängste, Unsicherheit oder auch Wutgefühle hervorrufen. Wenn Kinder oder Jugendliche versuchen einen Übergang zu verarbeiten, Schwierigkeiten in der Schule bzw. andere psychische oder psychosozialen Herausforderungen bewältigen müssen, kann Therapie Ihnen einen sicheren Ort zum Reflektieren bieten.

Kunst und Kreativität in der Therapie

Therapie kann Kinder und Jugendliche dabei unterstützen ein Gefühl der Selbstwirksamkeit zu entwickeln und besser mit Schwierigkeiten zuhause oder in der Schule umzugehen. Verschiedene Methoden, wie Spiel, Gespräche und Kunst können dabei zum Einsatz kommen. Besonders Bilder können es erleichtern, sich nonverbal auszudrücken, anstatt über Schwierigkeiten zu sprechen. In diesem Kontext funktioniert die Kunst wie ein Medium, über das Emotionen visuell kommuniziert werden können. Die Möglichkeit sich in einer offenen, vertrauensvollen Umgebung mitzuteilen, kann sowohl unser psychisches Wohlbefinden, als auch die soziale und kognitive Entwicklung junger Menschen positiv beeinflussen.

Vor diesem Hintergrund unterscheiden sich kunsttherapeutische Sitzungen von Kunstunterricht oder pädagogischen Aktivitäten, obwohl sie ebenfalls Spaß machen können. Talent oder Erfahrung sind nicht erforderlich.

Wenn Sie Interesse an kreativen Therapien haben, hören Sie sich gerne meinen  creating links Podcast.

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